Antriebstechnik von heute und morgen

Fahrzeugantriebe: Benzin, Diesel, Elektro, Hybrid & Wasserstoff

Die Mobilität befindet sich weltweit im Umbruch: Benzin und Diesel verlieren zunehmend Marktanteile, während Elektrofahrzeuge, Hybride und Wasserstofflösungen immer präsenter werden. Auch wenn das langsamer erfolgt als ursprünglich gedacht.  
Hengst begleitet als OEM-En 

Für Werkstätten, Flottenbetreiber und Fahrer stellt sich die Frage: Welche Antriebstechnologie ist noch die richtige für heute und in welche kann in Zukunft investiert werden? 

Funktionsweise der Antriebe

Wir möchten im Folgenden die unterschiedlichen Funktionsweisen der Antriebe näher beleuchten, damit die Entscheidung für die Zukunft leichter getroffen werden kann. 

Benzinmotor

Der Benzinmotor ist nach wie vor die weltweit am häufigsten eingesetzte Antriebsart im PKW-Bereich. Sein Funktionsprinzip basiert darauf, dass ein sorgfältig gemischtes Kraftstoff-Luft-Gemisch in der Verbrennungskammer durch eine Zündkerze gezündet wird. Die dabei entstehende Explosion setzt die Kolben in Bewegung, wodurch mechanische Energie erzeugt wird, die das Fahrzeug antreibt. Für Benzinmotoren existiert eine breit ausgebaute Tankstelleninfrastruktur, wodurch das Nachfüllen unkompliziert ist.  

Dieselmotor

Der Dieselmotor arbeitet nach einem anderen Prinzip als der Benziner: Er benötigt keine Zündkerze, da das Kraftstoff-Luft-Gemisch durch starke Kompression selbst entzündet wird. Diese Bauweise sorgt für eine besonders hohe Kraftstoffeffizienz und ermöglicht ein höheres Drehmoment, was ihn ideal für Fahrzeuge mit großer jährlicher Laufleistung macht. Aufgrund dieser Eigenschaften werden Dieselmotoren häufig in Nutzfahrzeugen wie Zugmaschinen, Bussen oder schweren PKWs eingesetzt. Besonders für gewerbliche Nutzer und Langstreckenfahrten ist der Diesel eine wirtschaftliche Lösung. 

Elektrofahrzeuge

Elektrofahrzeuge stellen einen grundlegenden Wandel in der Antriebstechnologie dar: Strom aus Batterien treibt direkt die Elektromotoren an, wodurch klassische Verbrennungsteile überflüssig werden. Im Vergleich zum Verbrennungsmotor haben viele Elektrofahrzeuge weniger als 20 bewegliche Teile im Antriebsstrang, während ein Benzinmotor über 2000 Teile besitzt, was die Wartung vereinfacht. Elektrofahrzeuge erzeugen keine direkten Emissionen im Fahrbetrieb, sind leise und bieten häufig niedrigere Betriebskosten in Bezug auf Energie und Instandhaltung. Allerdings sind die Anschaffungskosten aktuell noch hoch, die Ladeinfrastruktur noch eingeschränkt, besonders auf dem Land, und der ökologische Vorteil hängt stark davon ab, ob der Strom aus grünen Energiequellen stammt. 

Hybridfahrzeuge

Hybridfahrzeuge kombinieren die Vorteile von Verbrennungsmotor und Elektromotor in einem Fahrzeug. Beim Vollhybrid wird die Batterie während der Fahrt durch den Verbrenner oder beim Bremsen geladen, während Plug-in-Hybride zusätzlich an der Steckdose aufgeladen werden können. Dadurch sind sie besonders flexibel einsetzbar: Im Kurzstreckenbetrieb kann das Fahrzeug rein elektrisch fahren, während auf langen Strecken der Verbrennungsmotor für Reichweite sorgt. Hybride ermöglichen eine Reduktion von Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen, ohne dass die Alltagstauglichkeit oder Reichweite wie bei reinen Elektrofahrzeugen eingeschränkt wird. 

Wasserstoff-Brennstoffzelle

Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle funktionieren nach einem innovativen Prinzip: Wasserstoff wird in der Brennstoffzelle mit Sauerstoff aus der Luft chemisch umgesetzt, wodurch elektrische Energie erzeugt wird, die den Elektromotor antreibt. Als Nebenprodukt entsteht dabei ausschließlich Wasserdampf, wodurch der Antrieb CO₂-frei ist. Brennstoffzellenfahrzeuge eignen sich besonders für Langstrecken und spezielle Transportbedürfnisse, bei denen hohe Reichweite und schnelles Auftanken entscheidend sind. Gleichzeitig stehen sie vor Herausforderungen: Die Infrastruktur für Wasserstofftankstellen befindet sich noch im Aufbau, und die Herstellung sowie der Transport von Wasserstoff verursachen aktuell hohe Kosten, was die Verbreitung noch limitiert. Ob und wann Wasserstoff als Antriebssystem flächendeckend ausgerollt wird, ist aktuell noch nicht bekannt. 

Doch was bedeutet das für Großhändler und Werkstätten

Früher konzentrierte sich die Arbeit der Werkstätten und die Beschaffung des Großhandels meist auf Benzin- und Dieselmotoren, die in Aufbau, Wartung und Ersatzteilversorgung klar strukturiert waren. Heute sieht die Realität verändert aus: Elektrofahrzeuge und Hybride erweitern das Portfolio kontinuierlich, wodurch sich die Vielfalt an Ersatzteilen und Serviceanforderungen vervielfacht. Werkstätten stehen zunehmend vor der Herausforderung, nicht nur verschiedene Antriebsarten zu verstehen, sondern auch die spezifischen Komponenten und Diagnosesysteme für jede Technologie zu beherrschen. 
Dabei ist Wasserstoff im Bereich Independent Automotive Aftermarket noch eine Zukunftsvision. 

Für Großhändler bedeutet diese Entwicklung, dass eine breite und zuverlässige Teileversorgung entscheidend ist. Kunden erwarten, dass sie sämtliche Komponenten, von klassischen Filtern für Verbrenner über komplexe Batteriemodule bis hin zu Brennstoffzellen-Systemen, aus einer Hand beziehen können. Gleichzeitig müssen sie sicherstellen, dass die gelieferten Produkte OE-Qualität haben, damit Werkstätten effizient arbeiten können, ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Funktion einzugehen. Hier kommt Hengst als zuverlässiger Partner ins Spiel. 

Verlässliche Partnerschaft

Seit 1958 steht Hengst für innovative Filtrationslösungen und eine enge Partnerschaft mit der Automobilindustrie. Heute deckt Hengst mit seinem umfassenden Portfolio über 95 % aller europäischen PKW-Fahrzeuge ab – ein Beleg für jahrzehntelange Entwicklungskompetenz und Marktpräsenz. Für Werkstätten und Großhändler bedeutet das: maximale Versorgungssicherheit, einfache Planung und ein Partner, auf den sie sich jederzeit verlassen können. 

Die Vorteile von Hengst in diesem Kontext

Als Originalausrüster von mehr als 20 Premium-PKW-Marken und 6 von 7 führenden europäischen LKW-Herstellern ist Hengst ein anerkannter Entwicklungspartner der Automobilhersteller. Diese tiefe Integration in die OE-Entwicklung prägt auch unsere Arbeit für den Aftermarket. 

Mit der Kampagne „OE inside“ unterstreichen wir unser zentrales Versprechen: Hengst-Produkte stehen für dieselbe Qualität, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit wie die Erstausrüstung und das für alle Antriebsformen. Ob klassische Verbrenner, Elektro- oder Hybridfahrzeuge oder innovative Wasserstoffsysteme: Wir liefern OE-Qualität vom ersten Service an und auf das jeweilige Antriebssystem zugeschnitten. 

Gerade bei neuen Antriebssystemen zahlt sich unsere frühe Einbindung in die Entwicklungsphase besonders aus. Weil wir die Technik von Beginn an kennen, können wir Großhändlern und Werkstätten frühzeitig praxisgerechte Lösungen bieten. Das reicht vom passenden Ersatzteil bis zum durchdachten Servicekonzept wie unsere Ölwechsel-Kits. (Link innerhalb der Website) 

Das Ergebnis: Werkstätten profitieren von Komponenten, die exakt auf die Anforderungen neuer Technologien zugeschnitten sind. Großhändler wiederum erhalten ein vollständiges, zukunftssicheres Sortiment, das alle Antriebsarten abdeckt. So sorgt Hengst auch in der Mobilität von morgen für die gewohnte OE-Qualität – verlässlich, leistungsstark und immer einen Schritt voraus.  

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