KI und Filtration in Rechenzentren: Warum saubere Luft für On-Site-Power entscheidend ist

Filtration ist ein zentraler Faktor für die Verfügbarkeit, Effizienz und Lebensdauer von Gasturbinen, Gasmotoren und Brennstoffzellen in Rechenzentren.

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Megatrend, der die ganze industrialisierte Welt betrifft. KI hat das Zeug, unsere Gesellschaft und Wirtschaft grundlegend umzuwälzen, das Potenzial ist enorm.

Und ebenso enorm wie das Potenzial von KI ist der Energiebedarf der Rechenzentren, das Rückgrat dieser Technik. Die Rechenzentren zählen bereits heute zu den größten Energieverbrauchern weltweit. Nach Berechnungen der Beratungsfirma International Data Corporation (IDC) verdoppelt sich der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren zwischen 2023 und 2028 mit einer fünfjährigen jährlichen Wachstumsrate von 19,5 Prozent. Das Electric Power Research Institute sagt voraus, dass Datenzentren zum Ende der 2020er-Jahre bis zu neun Prozent der gesamten Stromerzeugung der USA benötigen dürften.

Das Problem ist in vielen Märkten ähnlich: Der Ausbau der Stromnetze hält mit dem Rechenzentrumsboom nicht Schritt. Netzanschlüsse verzögern sich, Hochleistungsanschlüsse sind knapp und Genehmigungsverfahren dauern lange. Im Frühjahr 2026 teilte die Stadt Frankfurt am Main beispielsweise mit, dass in der Heimat eines der weltgrößten Internetknotenpunktes erst ab Mitte der 2030er-Jahre wieder mit großen, leistungsstarken Neuanschlüssen gerechnet werden kann.

Der unersättliche Strombedarf der KI überholt die jahrzehntelangen Entwicklungszyklen des Stromnetzes und führt so zu einem kritischen Engpass.

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Immer mehr Betreiber von Rechenzentren setzen daher auf eine eigene Stromerzeugung vor Ort, auf sogenannte On-Site-Power. Die Stromerzeugung direkt vor Ort sorgt für mehr Planungssicherheit, eine schnellere Projektumsetzung und eine höhere Resilienz gegenüber Netzausfällen oder Verzögerungen im Netzumbau. On-Site-Power kann daher als Primärversorgung, als Brücke bis zum Netzanschluss oder als Ergänzung zum Netz dienen.

Als Energielieferanten haben sich drei Technikpfade herauskristallisiert: Gasturbinen für große, flexible Leistung, Gasmotoren für modulare und oft effizientere Mehrmotoren-Konzepte sowie Brennstoffzellensysteme für leise, skalierbare und emissionsärmere Dauerstrom-Lösungen.

Gasturbinen

Gasturbinen passen vor allem zu größeren Leistungssprüngen und zu Projekten, in denen hohe Leistung schnell verfügbar sein muss. Sie sind besonders interessant, wenn ein großer Rechenzentrums-Campus oder Netzengpässe eine starke Vor-Ort-Erzeugung verlangen. Die Vorteile von Gasturbinen für Rechenzentren liegen in der hohen Leistungsdichte und in der Eignung für große Anlagenkonzepte. Ihr Nachteil ist meist die geringere Modularität im Vergleich zu Mehrmotoren-Setups.

Gasmotoren

Gasmotoren gelten als besonders starkes On-Site-Power-Modell, wenn Rechenzentren modular wachsen, Lasten schrittweise hochfahren oder hohe Verfügbarkeit mit vielen kleineren Einheiten absichern wollen. Sie lassen sich sehr gut in Mehrmotoren-Architekturen einsetzen, wodurch Wartung und Redundanz einfacher werden und Ausfälle einzelner Aggregate weniger stark durchschlagen.

Zusätzlich sind sie für Betreiber attraktiv, weil sie schnell hochfahren und auch als Inselnetz oder zur Netzstützung eingesetzt werden können. Besonders in stromknappen Regionen sind Gasmotoren deshalb oft die pragmatische Antwort auf fehlende Netzkapazität und lange Wartezeiten auf Netzanschlüsse.

Brennstoffzellensysteme

Brennstoffzellensysteme sind eine interessante Option für leise, skalierbare und lokal emissionsarme Stromversorgung. Besonders bei Wasserstoffbetrieb können sie am Standort sehr emissionsarm arbeiten. Damit kann diese Technologie den ökologischen Fußabdruck von Rechenzentren erheblich senken und so zur Luftqualität und zum Klimaschutz beitragen.

Brennstoffzellensysteme können als Primärversorgung oder als Ergänzung zum Netz genutzt werden und sind damit für Betreiber interessant, die Versorgungssicherheit und Emissionsreduktion zusammenbringen wollen.

Für alle drei Arten der Stromerzeugung ist Filtration ein entscheidender Faktor

Filtration ist bei allen On-Site-Power-Technologien ein Leistungs-, Verfügbarkeits- und Effizienzhebel für KI-Infrastruktur: Sie schützt sensible Komponenten vor Partikeln, Feuchtigkeit und anderen Verunreinigungen, senkt Druckverluste, verlängert Standzeiten und reduziert damit Ausfallrisiken sowie Betriebskosten. Filtration zahlt also direkt auf Performance, Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit der On-Site-Power ein.

Gasturbinen brauchen saubere Ansaugluft, weil Partikel und Feuchtigkeit die Turbinenschaufeln, Verdichterstufen und das Gesamtsystem belasten können. Das Ziel ist nicht nur der Schutz, sondern auch der stabile Betrieb der Gasturbine: Zuverlässige Filtration hilft, Leistungsabfälle, Verschleiß, Wartungsaufwände und den Kraftstoffverbrauch zu senken. Hengst bietet daher Ansaugfiltersysteme inklusive Filtermatten, Taschenfiltern, Filterpatronen und Kompaktfiltern für Gasturbinen an.

Bei Gasmotoren ist Filtration wichtig, weil das Ansaugsystem und der Motorraum vor Staub, Schmutz und anderen Luftverunreinigungen geschützt werden müssen. Gerade bei Rechenzentren, die auf hohe Verfügbarkeit angewiesen sind, ist dieser Schutz zentral, weil ungeplante Stillstände schnell teuer werden. Die passenden Filter reduzieren den Verschleiß an Zylindern, Kolben und weiteren Komponenten und wirken sich direkt auf Wartungskosten und Lebensdauer aus. Hengst bietet für Gasmotoren vor allem die Ansaugfiltersysteme mit den dazugehörigen Taschenfiltern oder Filterpatronen an. 

Bei Brennstoffzellen ist die Luftaufbereitung für die Kathodenluftfiltration entscheidend, weil die Zelle für eine effiziente Stromerzeugung saubere, schadstoffarme und ausreichend verfügbare Luft braucht. Die maßgeschneiderten Filtrationslösungen von Hengst sind beispielsweise darauf ausgelegt, die Luftzufuhr der Brennstoffzellen sauber und frei von Partikeln und Schadgasen zu halten, was deren Lebensdauer erhöht und den Wirkungsgrad optimiert. 

Wie Luftfilter den Energiebedarf in Rechenzentren beeinflussen

Während Gasturbinen, Gasmotoren und Brennstoffzellensysteme Lösungen für die Energieversorgung von Rechenzentren sind, lässt sich auch der Energiebedarf der Lüftungstechnik eines Rechenzentrums mit Filtration positiv beeinflussen. 

In Rechenzentren finden sich Klimageräte, die die durch die IT-Technologie aufgewärmte Luft wieder herunterkühlen. In der Regel erfolgt dies im Umluftbetrieb mit hohen Luftwechselraten. Der größte Energiebedarf hierbei entsteht durch die Ventilatoren, die die Luft ansaugen. Mit differenzdruckoptimierten und damit energieeffizienten Luftfiltern lassen sich die Anlagen so auslegen, dass der Energieverbrauch gesenkt werden kann. Das senkt auch die CO₂-Emissionen und spart gleichzeitig Kosten beim Betreiber der Rechenzentren.

Fazit

KI, On-Site-Power und Filtration hängen enger zusammen, als es auf den ersten Blick scheint. Mit dem wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren wird die lokale Stromerzeugung zunehmend wichtiger. Damit Gasturbinen, Gasmotoren und Brennstoffzellen diese Aufgabe zuverlässig erfüllen, braucht es eine sauber ausgelegte Filtration.

Für technische Entscheider bedeutet das: Wer über On-Site-Power im Rechenzentrum, Versorgungssicherheit und Energieeffizienz nachdenkt, sollte Filtration früh in die Systemauslegung einbeziehen. Sie beeinflusst Verfügbarkeit, Wirkungsgrad, Wartung und Lebensdauer und ist damit ein relevanter Baustein für leistungsfähige und zukunftsfähige KI-Infrastruktur.

Ansprechpartner

Andreas Rütter

Head of Business Unit Air Intake Systems

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Indoor Air Quality Sales

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FAQ

Was ist On-Site-Power im Rechenzentrum?

On-Site-Power im Rechenzentrum ist die Stromerzeugung direkt am Standort. Sie dient dazu, Netzengpässe zu überbrücken, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und Projekte schneller umzusetzen. On-Site-Power kann als Primärversorgung, als Übergangslösung oder als Ergänzung zum Stromnetz eingesetzt werden.

Warum steigt der Energiebedarf von Rechenzentren durch KI?

Der Energiebedarf von Rechenzentren steigt durch KI, weil Training und Betrieb moderner KI-Modelle sehr viel Rechenleistung benötigen. Zusätzlich wächst der Strombedarf für Kühlung, Luftführung und elektrische Infrastruktur. Je höher die Leistungsdichte, desto wichtiger werden belastbare Energiekonzepte.

Warum setzen Rechenzentren auf eigene Stromerzeugung?

Rechenzentren setzen auf eigene Stromerzeugung, weil Netzanschlüsse und Netzausbau vielerorts nicht schnell genug mit dem Wachstum Schritt halten. On-Site-Power verbessert die Planbarkeit und reduziert Abhängigkeiten von externen Infrastrukturengpässen. Für Betreiber ist das vor allem bei schnell skalierenden Projekten relevant.

Welche Technologien eignen sich für On-Site-Power im Rechenzentrum?

Für On-Site-Power im Rechenzentrum eignen sich vor allem Gasturbinen, Gasmotoren und Brennstoffzellensysteme. Gasturbinen passen zu großen Leistungen, Gasmotoren zu modularen und redundanten Konzepten, Brennstoffzellen zu leisen und lokal emissionsarmen Versorgungslösungen. Die Auswahl hängt vom Einsatzszenario ab.

Warum ist Filtration bei Gasturbinen im Rechenzentrum wichtig?

Filtration bei Gasturbinen im Rechenzentrum ist wichtig, weil Verdichter und Turbinenschaufeln auf saubere Ansaugluft angewiesen sind. Partikel und Feuchtigkeit können Verschleiß, Leistungsverluste und höheren Wartungsaufwand verursachen. Gute Filtration unterstützt einen stabilen und effizienten Betrieb.

Warum ist Filtration bei Gasmotoren im Rechenzentrum wichtig?

Filtration bei Gasmotoren im Rechenzentrum ist wichtig, weil Ansaugsystem und Motorkomponenten vor Staub und Luftverunreinigungen geschützt werden müssen. Das senkt den Verschleiß und verbessert die Planbarkeit von Wartung und Verfügbarkeit. In hochverfügbaren Rechenzentren ist das ein zentraler Betriebsfaktor.

Warum ist Filtration bei Brennstoffzellen im Rechenzentrum wichtig?

Filtration bei Brennstoffzellen im Rechenzentrum ist wichtig, weil Brennstoffzellen für eine stabile Leistung saubere Kathodenluft benötigen. Partikel und Schadgase können Wirkungsgrad und Lebensdauer negativ beeinflussen. Eine abgestimmte Luftaufbereitung trägt daher direkt zur Betriebssicherheit bei.

Wie beeinflusst Filtration den Energiebedarf im Rechenzentrum?

Filtration beeinflusst den Energiebedarf im Rechenzentrum, weil Luftfilter den Druckverlust in Klima- und Lüftungssystemen mitbestimmen. Je niedriger der notwendige Druckaufwand, desto weniger Energie benötigen die Ventilatoren. Effiziente Luftfilter können so Betriebskosten und Stromverbrauch reduzieren.

Welche Folgen hat ungeeignete Filtration im Rechenzentrum?

Ungeeignete Filtration kann zu höherem Verschleiß, sinkender Effizienz, mehr Wartung und ungeplanten Stillständen führen. Das betrifft sowohl On-Site-Power-Systeme als auch Klima- und Lufttechnik. In kritischen Infrastrukturen wie Rechenzentren können solche Effekte erhebliche Kosten verursachen.

Ist Filtration nur für die Stromerzeugung relevant?

Nein. Filtration ist im Rechenzentrum auch für Kühlung, Luftqualität und Energieeffizienz relevant. Gerade bei Umluft- und Klimasystemen beeinflusst sie, wie effizient Luft bewegt und gereinigt werden kann. Filtration wirkt deshalb auf mehrere Infrastrukturebenen gleichzeitig.

Wie trägt Filtration zu nachhaltigeren Rechenzentren bei?

Filtration trägt zu nachhaltigeren Rechenzentren bei, weil sie Verschleiß reduziert, Effizienz stabilisiert und den Energiebedarf von Luftsystemen senken kann. Dadurch lassen sich Ressourcenverbrauch, Wartungsaufwand und indirekte Emissionen verringern. Nachhaltigkeit entsteht hier vor allem durch zuverlässigeren und effizienteren Betrieb.

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