In sicherheitskritischen Anwendungen ist nicht nur die Filtration entscheidend, sondern auch der Wartungsprozess. Beim Filterwechsel entstehen potenziell offene Schnittstellen zwischen kontaminiertem Innenraum und Umgebung – genau hier setzt Containment an.
Containment Filter sind so ausgelegt, dass belastete Filterelemente unter definierten Bedingungen gehandhabt werden können. Ziel ist ein kontrollierter Filterwechsel, bei dem Mitarbeitende, Umgebung und Prozessbereiche zuverlässig vor unkontrollierten Emissionen geschützt bleiben.
Was ist ein Containment Filter?
Ein Containment Filter ist ein Filtersystem für industrielle Zu- und Abluftanlagen, das speziell für Anwendungen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial ausgelegt ist. Neben der zuverlässigen Partikelabscheidung steht der sichere Umgang mit dem Filterelement im Wartungsfall im Mittelpunkt.
Im Unterschied zu konventionellen Filtergehäusen wird der Filterwechsel konstruktiv in das Sicherheitskonzept integriert. Das belastete Filterelement bleibt während des gesamten Austauschprozesses innerhalb eines technisch abgesicherten Systems geführt. Dadurch wird das Risiko einer unkontrollierten Freisetzung von Partikeln deutlich reduziert.
Containment beschreibt in diesem Zusammenhang die kontrollierte Abgrenzung eines potenziell kontaminierten Bereichs von der Umgebung – nicht nur im Betrieb, sondern auch während Service- und Wartungsarbeiten.
Ein Containment Filtersystem besteht typischerweise aus einem gasdicht ausgeführten Gehäuse, einem definierten Dichtsitz sowie einem geschlossenen Wechselverfahren. Erst das abgestimmte Zusammenspiel dieser Elemente stellt sicher, dass der Wartungsprozess auf demselben Sicherheitsniveau erfolgt wie der laufende Betrieb.
Sicherer Filterwechsel, maximale Betriebssicherheit
Entdecken Sie jetzt Containment Lösungen von Hengst für Anwendungen mit höchsten Sicherheitsanforderungen. Unsere Safe Change Filtergehäuse und das MultiSafe BIBO Filtersystem unterstützen Sie dabei, Wartungsprozesse kontrolliert und unter definierten Bedingungen durchzuführen. Reduzieren Sie Expositionsrisiken, schützen Sie Mitarbeitende und sichern Sie Ihre Anlage langfristig ab.

Warum Containment Filter? Risiken beim Filterwechsel beherrschen
In sicherheitskritischen Anwendungen ist der Wartungsfall ein eigenständiger Risikomoment. Beim Öffnen des Gehäuses entsteht eine Schnittstelle zwischen kontaminiertem Innenraum und Umgebung. Containment Filter sind darauf ausgelegt, diesen Übergang konstruktiv zu kontrollieren und den Austausch belasteter Filterelemente unter definierten Bedingungen zu ermöglichen.
Der Wartungsfall als sicherheitsrelevanter Moment
Filterelemente können im Betrieb radioaktive, toxische, biologisch aktive oder hochwirksame Stoffe aufnehmen. Beim Austausch besteht ohne geeignete Schutzmaßnahmen das Risiko einer Partikelfreisetzung.
Bereits geringe Emissionen können in sensiblen Anwendungen erhebliche Auswirkungen haben – sowohl im Hinblick auf Arbeitsschutz als auch auf Anlagenintegrität. Containment Systeme verhindern, dass der Wartungsprozess zur Schwachstelle im Sicherheitskonzept wird.
Schutz von Personal und Umgebung
Ein zentrales Ziel von Containment Filtersystemen ist die Minimierung von Expositionen. Durch geschlossene Wechselverfahren und definierte Abdichtung bleibt das belastete Filterelement während des gesamten Austauschs kontrolliert geführt.
Dadurch wird nicht nur das Wartungspersonal geschützt, sondern auch angrenzende Produktions- oder Reinraumbereiche.
Regulatorische und betriebliche Anforderungen
In Branchen wie Nuklearmedizin, Pharma, Biotechnologie oder Gefahrstoffrecycling unterliegt der Wartungsprozess strengen Vorgaben. Der Filterwechsel muss nachvollziehbar, reproduzierbar und technisch abgesichert erfolgen.
Containment Filtersysteme schaffen dafür die konstruktive Grundlage und unterstützen einen langfristig stabilen und regelkonformen Anlagenbetrieb.
Safe Change als Grundlage für Containment-Anwendungen
Containment-Anforderungen werden in der Praxis häufig über Safe-Change-Konzepte umgesetzt. Der Filterwechsel wird dabei konstruktiv so geführt, dass belastete Filterelemente unter definierten Bedingungen gehandhabt werden können.
Hengst bietet hierfür Safe Change Filtergehäuse für industrielle Sicherheitsanwendungen an, bei denen Dichtheit und kontrollierter Wartungsprozess im Mittelpunkt stehen.
Technische Anforderungen an Containment Filtersysteme
Containment Filter müssen konstruktiv so ausgelegt sein, dass Sicherheit systematisch gewährleistet wird. Entscheidend ist nicht nur die Filterleistung, sondern das Zusammenspiel aus Gehäusekonstruktion, Abdichtung und Wechseltechnik.
Gasdichte Gehäusekonstruktion
Die Grundlage eines Containment Systems ist ein gasdicht ausgeführtes Gehäuse. Es trennt Roh- und Reingasseite zuverlässig voneinander und verhindert Leckagen auch unter erhöhten Differenzdrücken.
Eine stabile, verschweißte Konstruktion sorgt dafür, dass die Systemintegrität langfristig erhalten bleibt – sowohl im Betrieb als auch im Wartungsfall.
Definierter Filtersitz und Abdichtung
Ein reproduzierbarer Dichtsitz zwischen Filterelement und Gehäuse ist Voraussetzung für ein funktionierendes Containment-Konzept. Die Abdichtung muss gleichmäßig anliegen und auch nach wiederholtem Filterwechsel zuverlässig funktionieren.
Je nach Anwendung kann die Dichtheit technisch überprüfbar ausgeführt sein, um eine nachvollziehbare Qualitätssicherung zu ermöglichen.
Geschlossene Wechselverfahren
Neben der Gehäusekonstruktion ist das Wechselverfahren zentraler Bestandteil des Systems. Containment Filter nutzen geschlossene Verfahren, bei denen das belastete Filterelement während des gesamten Austauschs kontrolliert geführt wird.
Dieses Prinzip bildet die Grundlage für BIBO-Konzepte in sicherheitskritischen Anwendungen.
Modulare Systemauslegung
Containment Filtersysteme werden häufig modular aufgebaut. Mehrere Filterstufen – beispielsweise Vorfilter, HEPA-Elemente oder Aktivkohle – können innerhalb eines abgestimmten Konzepts kombiniert werden.
Die Auslegung erfolgt anwendungsspezifisch und berücksichtigt Volumenstrom, Differenzdruck sowie branchenspezifische Sicherheitsanforderungen.
Containment Filter beim Wechsel – BIBO als technische Umsetzung
Der sichere Filterwechsel ist das zentrale Element eines Containment-Filtersystems. Während die Gehäusekonstruktion die Dichtheit im Betrieb gewährleistet, entscheidet das Wechselverfahren über die Sicherheit im Wartungsfall.
In Anwendungen mit besonders hohen Containment-Anforderungen kommt häufig das Bag-In-Bag-Out-Verfahren (BIBO) zum Einsatz. Dabei wird das belastete Filterelement innerhalb eines Schutzsacks ausgebaut und sicher verschlossen. Der Austausch erfolgt unter geschlossenen Bedingungen, sodass keine kontaminierten Partikel in die Umgebung gelangen. Das BIBO-Prinzip ermöglicht einen kontrollierten, reproduzierbaren Wartungsprozess und wird insbesondere dort eingesetzt, wo selbst geringste Emissionen nicht tolerierbar sind.
MultiSafe – BIBO Filtersystem von Hengst
Für Anwendungen mit höchsten Anforderungen an Dichtheit und Betriebssicherheit bietet Hengst das MultiSafe BIBO Filtersystem an.
MultiSafe verbindet eine gasdicht ausgeführte Gehäusekonstruktion mit einem integrierten Bag-In-Bag-Out-Wechselverfahren. Der definierte Dichtsitz und die strukturierte Anpressmechanik gewährleisten eine zuverlässige Abdichtung des Filterelements.
Durch den modularen Aufbau lässt sich das System an unterschiedliche Filterstufen und projektspezifische Rahmenbedingungen anpassen. MultiSafe wird unter anderem in kerntechnischen Anlagen, in der Nuklearmedizin sowie in sensiblen Industrieumgebungen eingesetzt.
Auslegung und Integration von Containment Filtern
Die Auswahl eines geeigneten Containment Filtersystems erfolgt anwendungsspezifisch. Neben dem Gefährdungspotenzial der abgeschiedenen Stoffe bestimmen lufttechnische, bauliche und prozessbezogene Rahmenbedingungen die Systemkonfiguration.
Zu berücksichtigen sind Volumenstrom, Differenzdruck, Anzahl und Anordnung der Filterstufen sowie die Einbausituation innerhalb der Anlage. Ebenso relevant ist die Integration des Wartungsprozesses – etwa hinsichtlich Zugänglichkeit, Ablaufstruktur und sicherheitstechnischer Dokumentation.
Containment Systeme werden als Bestandteil eines übergeordneten Sicherheits- und Anlagenkonzepts ausgelegt. Gehäusekonstruktion, Dichtsitz, Wechselverfahren und Filterstufen müssen technisch aufeinander abgestimmt sein.
Safe Change Filtergehäuse und MultiSafe BIBO Systeme von Hengst lassen sich an unterschiedliche Anlagentypen und branchenspezifische Sicherheitsanforderungen anpassen.
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FAQ zu Containment Filtern
Wann ist ein Containment Filter zwingend erforderlich?
Ein Containment Filter ist erforderlich, wenn beim Filterwechsel ein relevantes Expositionsrisiko besteht. Entscheidend ist nicht allein die Filterklasse, sondern die Gefährlichkeit der abgeschiedenen Stoffe sowie branchenspezifische Sicherheitsanforderungen. In regulierten Anwendungen kann ein geschlossenes Wechselverfahren Voraussetzung für Genehmigung und Betrieb sein.
Welche Rolle spielt die Filterklasse bei Containment-Systemen?
Die Filterklasse (z. B. HEPA) definiert die Abscheideleistung während des Betriebs. Ein Containment-System ergänzt diese Leistung um ein konstruktives Sicherheitskonzept für den Wartungsfall. Erst das Zusammenspiel aus Filtermedium und Gehäuseausführung gewährleistet durchgängige Sicherheit.
Können bestehende Anlagen auf Containment umgerüstet werden?
Eine Nachrüstung ist grundsätzlich möglich, sofern bauliche und lufttechnische Rahmenbedingungen dies zulassen. Entscheidend sind Platzverhältnisse, Luftführung und die Integration in das bestehende Wartungskonzept. Eine technische Bewertung ist hierfür erforderlich.
Wie häufig müssen Containment Filter gewechselt werden?
Die Wechselintervalle hängen von Volumenstrom, Staubbelastung, Differenzdruckentwicklung und Anwendung ab. Containment-Systeme selbst definieren kein fixes Intervall, sondern ermöglichen einen sicheren Austausch entsprechend der betrieblichen Anforderungen.
Ist Containment nur in kerntechnischen Anwendungen relevant?
Nein. Containment-Systeme werden auch in der Pharmaindustrie, in Laborumgebungen, im Gefahrstoffrecycling sowie in weiteren sicherheitskritischen Industrieanwendungen eingesetzt. Entscheidend ist das Gefährdungspotenzial beim Filterwechsel.





